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Cabaret Voltaire -
Richard H. Kirk, Mastermind der wegweisenden britischen Elektronik- und Industrial-Formation Cabaret Voltaire, ist tot. Das bestätigte heute das Label Mute Records.

„In tiefer Trauer bestätigen wir, dass unser großartiger und lieber Freund gestorben ist. Richard war ein überragendes kreatives Genie, das einen außerordentlichen und stringenten Weg durch sein Leben und seine musikalische Karriere ging. Wir werden ihn sehr vermissen“, scheibt Mute auf seiner Facebook-Seite. Laut Wikipedia starb Richard Harold Kirk am 21. September 2021. Er wurde 65 Jahre alt, zur Todesursache sind noch keine Angaben gemacht worden.

R.I.P.

Erst vor knapp einem Jahr hatte das Sheffielder Projekt sein erstes neues Albums seit über 20 Jahren veröffentlicht. Shadow Of Fear war dabei der erste Longplayer, den das Mastermind als einzig verbliebenes Bandmitglied produziert hat.

Bis zum Schluss ein musikalischer Pionier

Cabaret Voltaire sind immer eine Gruppe gewesen, die Entwicklungen vorauszuahnen schien, und Shadow Of Fear setzte diese Tradition fort. Kirk gab an, dass das Werk zu einem Zeitpunkt fertiggestellt war, als all der Wahnsinn (damit meinte er Corona) begann. Damit übte die Pandemie keinerlei Einfluss auf Sound und Aussage des Werks aus, „but maybe due to my nature of being a bit paranoid there are hints in there about stuff going a bit weird and capturing the current state of affairs. Surrealism has always been really important to Cabaret Voltaire. And that's still present too”, so Kirk im Zuge der VÖ.

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Auf dem dem Comback-Album von Cabaret Voltaire, dem noch drei EPs im Jahre 2021 folgten, mischte er Sprachsamples in seine Entdeckungsreisen durch die Geschichte von Techno, Dub, House und kosmischer Musik. Auch Drone-Sound spielte zuletzt eine wichtige Rolle in Kirks musikalischem Kosmos.

Die Entstehungsgeschichte des letzten Albums nahm ihren Lauf beim Berliner Atonal-Festival 2014, bei dem Kirk die erste Solo-Show als Cabaret Voltaire spielte. Danach ist er bei weiteren Festivals und Konzerten in ganz Europa aufgetreten und hat dort den Klang der Zukunft von Cabaret Voltaire geformt. Zunächst entstanden neue Songs speziell für seine Live-Performances. Für jeden Gig produzierte er frisches Material.

Einflussgeber Cabaret Voltaire

Cabaret Voltaire waren ursprünglich zwischen 1973 und 1994 aktiv – mit Chris Watson bis 1981 und mit Stephen Mallinder bis 1994. Sie genießen zurecht den Ruf, eine der einflussreichsten Bands der von Elektronik und Industrial geprägten Post-Punk-Ära zu sein.

Mitglieder von weltweit erfolgreichen Acts wie Depeche Mode, Skinny Puppy, New Order, Front 242, Bauhaus oder Front Line Assembly haben in der Vergangenheit angegeben, dass sie vom Schaffen der Sheffielder geprägt worden sind. Unter dem Bandnamen Acid Horse arbeiteten Cabaret Voltaire 1989 mit Ministry zusammen.


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