fbpx

INHALT Simulation – Rezension
Während überall auf der Welt Mitarbeiter von Redaktionen, Rundfunkanstalten und Agenturen versuchen, kreativen und zugleich relevanten Content zu produzieren – mal mehr, mal weniger erfolgreich –, machen andere es sich leicht und schreiben den Inhalt einfach aufs Cover. So wie Matia Simovich und seine Mitstreiter, deren Projekt schlicht INHALT heißt. Klingt nachvollziehbar.

Im Gespräch mit dem Online-Magazin post-punk.com deutete Simovich im April dieses Jahres an, dass es im Kern aber um etwas ganz anderes als inhaltliche Äußerlichkeiten geht. Fragen der Genrezuordnung seien für INHALT nicht besonders wichtig, es gehe stattdessen um das jeweilige Konzept, um die Interpretation. Obwohl die Ende Mai erschienene Digital-Veröffentlichung Simulation ein reines Remix-Album ist, wirkt sie in sich schlüssig, was keinesfalls Zufall ist. Die Köpfe der Zuhörer sollen allem Anschein nach tatsächlich mit (zusätzlichen) Inhalten gefüllt werden – und das gereicht garantiert niemandem zum Nachteil.

Alles haben, aber nichts besitzen

Simulation ist eine gelungene, erweiterte Adaption der 2018 bei Dark Entries erschienenen INHALT-EP Commerce. Heute wie damals dreht sich logischerweise alles um Algorithmen und Gewinnerzielung, um die Schattenseiten von Kapitalismus, Neoliberalismus, Egoismus sowie allgemeiner Überwachung. Zehn namhafte Kollegen, darunter John Fryer, Rhys Fulber, Ulrich Schnauss, Kontravoid und Liebknecht haben das Commerce-Material bearbeitet. Das Ergebnis, 11 Remixe, klingt folgendermaßen:



Text: Kai Reinbold

[2020] [Mechatronica]



7.5Editor's rating


www.facebook.com/INHALT.US
 
amazon button


Verpasse keine wichtigen News und Clips oder neue Interviews, Reviews und Features!
Der VOLT-Newsletter erreicht dich fortan in regelmäßigen Abständen per E-Mail.

Newsletter:



Black Nail Cabaret Orchid Video

 

Ausgefeilte, unorthodoxe Elektronik, in die die tiefe Stimme von Sängerin Emèse Árvai-Illes gebettet wird: Seit mehr als einem Jahrzehnt bereichern Black Nail Cabaret die musikalische Landschaft zwischen Electro, Dark Wave und Synth-Pop, füllen sie mit expliziten sexuellen Motiven und kunstvoller Düster-Ästhetik. Jetzt gehen die besonderen Ungarn einen Schritt weiter – und einen zurück.

Then Comes Silence

 

Als die Schweden vor fünf Jahren mit Blood durchbrachen, hatten sie schon drei gemeinsame Alben in ihrer Vita stehen, sich stilistisch allerdings noch nicht gefunden. Goth-Rock und Post-Punk, das ist, wovon Then Comes Silence eine Menge verstehen. Und das wollen sie im Juli wieder im Longplayer-Format beweisen: Hunger ist im Kasten und bereit zur Veröffentlichung in mehreren Editionen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.