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Experten-Talk: „Wake Up The Coma“ von Front Line Assembly auf dem Seziertisch

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Front Line Assembly -
Mehr als 20 Alben in 33 Jahren ohne nennenswerte Pausen, eine Vielzahl an Seitenprojekten, Gastbeiträgen und Fremdproduktionen: Front Line Assembly zählen zu den Acts mit dem allerhöchsten Output in der Electro-Szene. Dabei gelang es den Kanadiern stets, aktuelle Einflüsse und Elemente aus anderen Genres passgenau in ihre Songs zu integrieren. EBM, Dark Electro, Industrial, Metal, Trance, Techno, Break- und Big Beats – die Grenzen verschwammen mal stärker, mal weniger. Und dennoch: Der Kern blieb immer unverkennbar. Drei fette Buchstaben leuchteten förmlich kilometerweit sichtbar aus klangtechnisch brillanten, hochkomplexen und melodischen Songs: F L A.
Heute erscheint mit Wake Up The Coma ein Longplayer, mit dem Bill Leeb und der zurückgekehrte Rhys Fulber so viel wagen, wie vielleicht seit dem Electro-Metal-Bastard Millennium (1994) nicht mehr: Sie coverten einen alten Nummer-eins-Hit und sie arbeiteten mit Gastsängern, die nicht in den FLA-Kosmos gehören. Oder tun sie das doch irgendwie?

Das diskutierten wir in großer Runde mit ausgewiesenen Spezialisten für alten und neuen Sound aus Vancouver. Keine Rücksicht, keine Zensur. Nackte Tatsachen und höchste Subjektivität bilden unterm Strich die Extended Version einer Albumkritik, wie sie objektiver kaum sein kann.

Mit Jörn Karstedt am runden Tisch:

fla special dj niggelsNI: Niggels
(DJ, Veranstalter, Musikjournalist)
FLA-Liebling:
Caustic Grip (1990)
fla special martin sane fix8sed8MS: Martin Sane
(Musiker, Fïx8:Sëd8-Mastermind)
FLA-Liebling:
FLAvour Of The Weak (1997)
fla special intox matzeIM: Intox Matze
(DJ, Veranstalter, EBM-Radio-Macher)
FLA-Liebling:
Gashed Senses & Crossfire (1989)
fla special vincent uhlig 2nd faceVU: Vincent Uhlig
(Musiker, 2nd Face-Mastermind)
FLA-Liebling:
Implode
(1999)

Das Protokoll des Checker-Talks:

NI: Machen wir‘s kurz: Platte super! Zack, Feierabend!
Tschüss! Nur eine Frage: Wie hat euch die Vorabsingle „Eye On You“ gefallen?
MS: Insgesamt ein cooler Song, aber der Break ist zu lang und kommt zu früh. Ich hätte mir noch mal die Strophe und den Refrain vor dem Break gewünscht. Alles nach dem Break ist genial. Hätte ich dennoch nicht als Single ausgekoppelt, weil man sich doch sehr reinhören muss.
IM: Die fand ich echt gut und hab sie auch gleich im Club gespielt.
Normale Version?
IM: Ja, es gibt so ein paar Leute hier, die hassen Remixe.
VU: Kann ich nachvollziehen, allerdings halte ich den Terence-Fixmer-Remix für eine ziemliche Granate!
NI: Ich fand die Single prima, hab sie ebenfalls schon ein paar Mal eingesetzt. Immer die normale Version. Mich nervt aber auch etwas der lange Break, ich glaube da, wissen die Leute auf der Tanzfläche nicht, was sie tun sollen.



Ist das Stück repräsentativ für die Platte oder fällt es irgendwie aus dem Rahmen?
NI: Ich finde es recht repräsentativ fürs Album, da es die tanzbare Seite mit der eher düster-atmosphärischen verbindet.
MS: Irgendwo dazwischen, finde ich. Repräsentiert eher die experimentellere Seite ohne komplett was Neues oder Anderes zu sein.
VU: Wegen seiner EBM-/Techno-artigen Bassline hebt sich dieser Track ziemlich vom Vorgänger Echogenetic ab, wie auch mehr oder weniger das ganze Album.
IM: Also mit dem Track im Ohr hab ich mich tierisch auf die Platte gefreut. Und dann kamst du mit dem Rest.

Was stört?
IM: Bis Amadeus war alles super, dann kullerten Tränen. Zu viele Gastmusiker. Viele Tracks, die für mich kaum nach FLA klingen. Gibt natürlich Verbindungen zur Echogenetic, wie die Vocoder etc.
VU: Der deutlichste Link zu Echogenetic ist meiner Meinung nach Tilt – im positivsten aller Sinne!
NI: Interessant! Meine erste Reaktion: Super! Bestes FLA-Album seit ... ja, seit wann eigentlich? Seit 2010? 1999? Oder gar seit Hard Wired? Oder doch nur seit Echogenetic? Nur die vielen Gastsänger hätte es nicht gebraucht. Im Grunde finde ich die Gastsänger überflüssig, aber sie sind ein nettes Gimmick für ein bisschen Promo und Aufmerksamkeit. Insgesamt fügen sich alle recht harmonisch ins Gesamtbild ein. Nur mit dem Chris-Connelly-Track Spitting Wind kann ich mich nicht anfreunden. Überraschend finde ich die Zusammenarbeit mit Nick Holmes von Paradise Lost.
MS: Die Idee, Gastsänger einzuladen, ist grundsätzlich völlig ok und macht ein Album ja auch interessanter. Aber: Gerade die jeweiligen Stimmen passen überhaupt nicht zu den Songs. Wake Up The Coma klingt wie Fear Factory und ist nicht gerade mein Favorit. Spitting Wind ist musikalisch genial, aber das Geheule lässt mich jedes Mal erschaudern. Bills Vox oder instrumental, dann wäre der Song ein weiteres Highlight.



VU: Mit Spitting Wind geht es mir genauso wie Niggels. Die Vocals wollen nicht mit dem gelungenen Instrumental zusammenpassen. Nick Holmes‘ Beitrag finde ich dagegen positiv erfrischend, WUTC ist – trotz Gastsänger – ein überzeugender, überraschend authentischer Titeltrack!
Aber wusstet ihr vorher, dass Connelly so gut singen kann?
NI: Im Nachhinein hätte ich auf diese Erkenntnis gerne verzichtet!
Es gab sogar schon mal einen Rapper bei FLA!
NI: Ja, den fand ich besser und passender als den Connelly jetzt ... Aber okay, es ist schon erstaunlich, welche Höhen der Connelly da trifft! Hat schon was Opernhaftes. Passt nur nicht zu FLA. Hätte man sich für Delerium aufsparen sollen.

IM: Sollen wir jetzt mal auf den Elefanten im Raum zu sprechen kommen?
Na los!
MS: Bin generell kein Freund von Covern, kann man aber mal machen. Amadeus ist mir aber viel zu poppig und sticht unangenehm aus dem Rahmen des Albums.
IM: Das kann er nicht bringen, war mein erster Gedanke. Bill singt noch nicht mal selbst.
NI: So ähnlich hab ich auch gedacht, als die Coverversion angekündigt wurde. Aber da war auch eine gewisse Neugier aufs Ergebnis ... und die große Frage: Warum singt nicht der gebürtige Österreicher selbst? Kriegt er es mit seiner etwas limitierten Stimme nicht hin?
IM: Also das Deutsch kann er noch, aber ob er den Rap draufgehabt hätte?
NI: Ich finde das Ergebnis gar nicht sooo schlecht, hätte aber als Fun-Track auf einer Single oder einer Compilation gereicht.
VU: Ich denke, das Amadeus-Cover ist auch tatsächlich eher als Fun-Nummer gedacht. Überraschungseffekt ist gelungen, polarisiert aber natürlich wie Sau. Das ist Marketing!
IM: Ja, aber nicht als FLA, da will ich Bill Leeb hören. Und ich finde, es gibt Songs, die sollte man einfach nicht covern, weil sie nur schlechter als das Original werden können. Amadeus ist so einer.
MS: Ich fürchte, auch wenn Bill gesungen hätte, wäre die Nummer genauso albern geblieben. Zum Glück haben Laibach schon Live Is Life gecovert, sonst hätten wir vielleicht das ertragen müssen. Und an DJ Ötzi hat er sich wohl nicht rangetraut. So oder so: meiner Meinung nach der überflüssigste Song des Albums.


OK ... zum zweiten mutmaßlichen Ärgernis: Living A Lie.
NI: Ich muss ja ehrlich sagen, dass das für mich gar nicht so herausstach – also auch nicht negativ! Nachdem im Vorfeld des Gesprächs gesondert auf den Song hingewiesen wurde, hatte ich den ein bisschen in Heavy Rotation. Wie ich ihn jetzt finde, möchte ich in Matzes Anwesenheit lieber nicht kundtun!
IM: Du hast doch neonfarbene Duschschläuche auf dem Kopp!
NI: Die Innereien einer ganzen Waschmaschine hab ich auf‘em Kopp!
Zu viel Hellectro-Kram?
IM: Aber total!
NI: Für mich trotzdem ein Track, der Spaß macht! Und auf den letzten Alben hatten FLA ja immer so ein, zwei Songs in der Richtung ... nennen wir es mal kommerzieller oder dance-lastiger. Bei einigen meiner Veranstaltungen könnte ich mir Living A Lie gut im Set vorstellen. Bei der Tanz der Vampire-Party, wo quasi die ganze Bandbreite der Schwarzen Szene abgebildet wird. Das ist halt der stumpfeste Track des Albums, der auch in einem „Industrial“-Set – also mit schlechtem 90er-Techno für die Cybers von heute – funktionieren würde. Was den Track trotz Stampf-Beats rettet, sind die in bester FLA-Manier zirpenden und blubbernden Synthie-Sounds und die zahlreichen Breaks.
MS: Den Hocico-Bass mag ich auch nicht sonderlich, gegen Ende löst es sich ja einigermaßen gefällig auf. Halt mal ein bisschen was anderes, aber nicht so FLA-fremd wie ich‘s befürchtet habe. Eine straight-forward 4/4-Kick haben FLA immer wieder mal, der Bass macht hier den Unterschied. Aber von Hellectro würde ich nicht sprechen wollen. Dennoch, kein Song, über den spätere Generationen noch Abhandlungen schreiben werden.
VU: Mich erinnert die recht trockene Doppel-Bassline eher an die Australier Shiv-R, was tatsächlich ein kleines Kopfnicken in Richtung Techno-Industrial ist, den das genannte Projekt aber immer recht stilvoll-ästhetisch umgesetzt hat. Ich halte Living A Lie für sehr clubtauglich und noch immer sehr FLA-esque. Ich schätze, das ist nun mal der momentane Ansatz, zeitgemäß zu sein oder zu bleiben. Zuletzt kam dieser, vielleicht ein wenig innovativer, in Form von Dubstep-Elementen daher …



IM: Also bei mir läuft der definitiv nicht, die Musikrichtung bediene ich nicht. Dann eher Hatevol. Was ich aber gar nicht mag, das sind Zeromancer und Apoptygma Berzerk auf einem FLA-Album.
Apop?
IM: Wake Up The Coma – tut mir leid, der geht nicht. Ich höre da immer ein Gemisch aus den beiden genannten Bands, Stimme und Melodie.
NI: Ich sehe da kaum bis gar keine Ähnlichkeiten. Wäre der Gesang von Bill, dann würde das auch als klassisches FLA durchgehen. Als Fan von Paradise Lost komme ich mit der Stimme ganz gut klar. Auch wenn sie im FLA-Kontext eindeutig wie ein Fremdkörper wirkt.
Rhys Fulber hatte mehrere Alben von Paradise Lost produziert. Hört man denn nun wirklich, dass er wieder bei FLA dabei ist?
IM: Ich nicht.
MS: Wenn, dann nur bei WUTC, den hat er ja mitgeschrieben. Kann aber Zufall sein. Geil gemischt und produziert ist das Ding ja sowieso, sind aber alle FLA-Alben.
VU: Ich finde, wenn man insbesondere den Vergleich zu Echogenetic zieht, wird Fulbers Anwesenheit durchaus deutlich. Wegen des insgesamt viel technoideren Einflusses. Direkt hörbar bei Eye On You, außerdem bei Structures. Weniger Dub-, mehr Techno-Elemente.
NI: Man müsste schon sehr ins Detail gehen und mit den FLA-Platten ohne Fulber Vergleiche ziehen. So ad hoc ist sein Einfluss nicht rauszuhören, wobei er sicherlich seinen Stempel hinterlassen haben wird.



Gibt‘s denn etwas, das RICHTIG gut ist auf der neuen Scheibe?
NI: Ich würde ganz platt sagen: Alles wo kein Gastsänger dabei ist! Wenn man „Amadeus“ und den Connelly rausnimmt, ist es ‘ne recht geile Scheibe! Arbeit und Hatevol habe ich auch im Club eingesetzt. Ersteres ganz zu Beginn des Abends, als noch kaum was los war. Aber ein Bekannter, riesiger FLA-Fan, hat sich den Arsch abgefreut und fand es geil! Hatevol kam dann zur Primetime richtig gut.
IM: Ich würde vier Tracks streichen, dann wäre es ‘ne ganz gute Scheibe. Hatevol ist auf jeden Fall eine Granate! Für mich eins der Highlights!





VU: Arbeit ist ein ziemlicher Moshpit-Hammer mit Wahnsinns-Refrain.
MS: Finde das Album unterm Strich sehr gut. Irgendwo zwischen 7 und 8 von 10. Absoluter Höhepunkt für mich ist Tilt. Einige Songs reihen sich nahtlos an Echogenetic, einige der Experimente sind besser gelungen als andere. Insgesamt ist das Album nicht ganz so homogen wie Echogenetic, was aber nicht schlimm ist. Mir gefällt, dass die Songs oft sofort zur Sache kommen und es keine zwei-Minuten-langen Intros gibt. Interessant ist, dass auf die FLA-typischen Bassläufe verzichtet wurde und dafür eher durchgehende Bass-Sequenzen dominieren. Weitere Lieblingstracks: Arbeit, Proximity, Negative Territory, trotz des etwas cheesygen Refrains, und Structures.
IM: Tilt ist sehr cool. Schön düstere Atmo.
VU: Da schließe ich mich an, mein absoluter Favorit mit der hypnotisch-dystopischen Hook!



NI: Ja, der Song gefällt mir auch! Klassisches FLA-Material. Generell: Diese schwirrenden Sounds und diese Killer-Grooves kriegt ansonsten kaum jemand so hin. Produktion und Arrangements sind auch erste Sahne, da sind ja weder Leeb noch Fulber Anfänger nach 30+ Jahren. Gesamturteil: Geile Platte mit ein paar Sachen, die nicht hätten sein müssen! So ‘ne Qualität abzuliefern muss man nach drei Jahrzehnten und x Releases und Produktionen auch erst mal schaffen!
VU: Insgesamt halte ich das Album für sehr solide, allerdings nicht für so innovativ-wegweisend wie Caustic Grip oder Implode… ich finde, dass die Echogenetic hier einiges besser oder interessanter gemacht hat als die WUTC.
MS: Allein wegen Tilt, Arbeit und Proximity lohnt sich der Kauf. Das Album braucht zwei, drei Durchläufe um zu zünden, brennt dann aber ein ziemliches Feuerwerk ab.

front line assembly wake up the coma album cover cd artwork

Wie ich auf Front Line Assembly gestoßen bin und was die Band für mich bedeutet:

Niggels:
Vermutlich durch Ecki Stiegs Grenzwellen auf Radio FFN Ende der 80er-Jahre. Ich stand bereits auf EBM à la Front 242 oder Nitzer Ebb, hatte diverse einschlägige Sampler, aber irgendwie waren FLA darauf nie vertreten, so dass die trotz der Querverbindungen zu Skinny Puppy (die ich damals schon liebte) etwas unter meinem Radar flogen. Ich kann mich an ein FLA-Special bei den Grenzwellen erinnern und einen Hinweis auf deren Konzert in der Zeche Bochum zur Gashed Senses & Crossfire-Tour. Da wollte ich hin, hat aber nicht geklappt. Aber dank eines gut sortierten Indie-Plattenladens in meinem Kaff hatte ich recht schnell alle bis dahin erschienenen Alben im Schrank.
FLA geisterten schon immer in der zweiten Hälfte meiner ewigen Top 10 rum. Sprich, richtig geile Band, aber für einen Platz auf dem sprichwörtlichen Siegertreppchen hatte es nie gereicht. Killer-Basslines, Killer-Hooks, Killer-Sounds – aber Nitzer Ebb waren cooler, Skinny Puppy intelligenter, Front 242 eher und Depeche Mode sind Depeche Mode.

Martin Sane:
Das erste Mal hörte ich 1996 von FLA, als sie mit Front 242 auf dem With Full Force Festival aufgetreten sind. Da dachte ich natürlich, dass das einfach ‘ne weitere Metal-Combo ist. So richtig geklickt hat es mit der Prophecy-Single. Mochte ich sofort und hab gleich mal den kompletten Back Catalogue gekauft.
FLA sind nach Skinny Puppy meine zweite Lieblingsband. Sie haben es als einzige geschafft, bis heute nicht nur relevant zu bleiben, sondern sich mit jedem Album zu verändern ohne dabei ihren typischen Sound zu verlieren. Sie schaffen es immer wieder, aktuelle musikalische Trends in ihre Alben einfließen zu lassen, wobei das immer natürlich und nach FLA klingt. Ganz abgesehen davon hat wirklich jedes FLA-Album seit Caustic Grip mindestens einen, meistens mehrere Übersongs drauf, die bei mir auf jeder Playlist sind. Selbst Millennium, das ich am wenigsten mag, enthält ausgerechnet mit This Faith meinen absoluten Lieblings-FLA-Song.

Intox Matze:
Meine frühe Jugend in der Provinz östlich der deutsch-deutschen Grenze war musikalisch geprägt von Depeche Mode (ab 1984), Kraftwerk (ab 1986) und Isao Tomita. In den Wirren der Wende drückte mir ein Punk namens Krähe zwei Tapes in die Hand, mit den Worten: „Wenn du elektronische Musik magst, dann hör dir das mal an!“ Es waren zwei Live-Bootlegs. Nitzer Ebb und Front 242. Von da an war ich angefixt und versuchte, alles aufzusaugen, was ging. Die folgende Grenzöffnung war für mich keine territoriale Geschichte sondern eher eine Öffnung der musikalischen Ebenen. Eine komplett neue Bandbreite und Masse strömte auf mich ein. Ich fuhr nun fast wöchentlich nach Berlin, vertickte Russenuniformteile am Brandenburger Tor, um an D-Mark zu kommen, und durchwühlte damit die Plattenläden im Westteil der Stadt. Dabei fiel mir dann auch die Gashed Senses & Crossfire auf Vinyl in die Hände. Und von da an war ich dabei.
Das war eine krasse Zeit. Heute kaum nachzuvollziehen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Für mich gehören FLA zu den Big 5. Auch noch nach Amadeus.

Vincent Uhlig:
Also ich kann nicht mehr vollends rekonstruieren, wann genau das war, aber mit Implode ging es los. Das war gewissermaßen die logische Konsequenz aus meinem jugendlichen :Wumpscut:-Abuse.

Jörn Karstedt:
Im New Life Magazin las ich 1993 erstmals den Namen Front Line Assembly. „The Best of Both Worlds“ versprach einige Ausgaben später die Überschrift des Interviews zum Album Millennium, das ich mit eigenen Ohren hören wollte. Da zu dieser Zeit neben Depeche Mode auch Metallica zu meinen Lieblingsbands gehörten, fand ich die Verbindung von Electro und Metal sofort geil. Kurz später lief Mindphaser bei einer Party im Leipziger Werk II. Die Single kaufte ich am folgenden Montag und im Nachgang alles, was mir sonst noch von FLA in die Hände fiel. Als Hard Wired rauskam, war ich schon Die-Hard-Fan – und wegen dieses Albums bald noch viel harder.
Bis heute sind FLA ununterbrochen in meinen persönlichen Top 5 gewesen, manchmal auch ganz vorn. Liebste Alben: Caustic Grip, Tactical Neural Implant, Millennium, Hard Wired, Gashed Senses & Crossfire. Die späteren: Auch alle gut bis sehr gut, schlugen aber nicht mehr so viele Emotionen frei. Das Alter ...


www.facebook.com/frontlineassembly
Foto: Bobby Talamine


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