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Florian Schneider von Kraftwerk ist tot - 
Unbestätigten Bestätigten Meldungen zufolge ist Florian Schneider, ehemaliges Mitglied von Kraftwerk, vor wenigen Tagen im Alter von 73 Jahren gestorben. Unter anderem Robert Görl (DAF), der vor wenigen Wochen erst den Verlust seines Bandkollegen und Freundes Gabi Delgado verkraften musste, und Manchester-Urgestein Mark Reeder verfassten entsprechende Postings bei Facebook. Beide kannten Schneider näher. Auch erste Agenturen meldeten den Tod des Musikers.

Florian Schneider-Esleben wurde am 7. April 1947 in Öhnigen-Kattenborn (andere Quellen sprechen von Düsseldorf) geboren. Gemeinsam mit Ralf Hütter gründete er 1968 die Gruppe Organisation, aus der 1970 Kraftwerk hervorging. Er studierte in Düsseldorf Querflöte, danach Musikwissenschaft in Köln. Schneider spielte Geige und Gitarre, später öffentlich ausschließlich elektronische Instrumente.

Scheider blieb auch nach dem Ausscheiden Wolfgang Flürs und Karl Bartos‘ viele Jahre Teil der Band. Die Kraftwerk-Tour 2008 fand bereits ohne ihn statt. 2009 stieg Schneider offiziell aus Kraftwerk aus und tauchte weitgehend ab. 2015 brachte er mit dem Projekt Parley For The Oceans den Song Stop Plastic Pollution heraus.

Zur Todesursache von Florian Schneider ist noch nichts bekannt. Ein belgischer Radiosender nennt Krebs als Ursache.

Update 06.05.2019 17:40 Uhr:
Die Plattenfirma Sony bestätigt den Tod Florian Schneiders und beruft sich dabei auf Ralf Hütter (unten weiterlesen!).
Ruhe in Frieden!



In einem neuen Interview der → Westdeutschen Zeitung mit Rüdiger Esch (Ex-Bassist von Die Krupps, Kenner der Düsseldorfer Elektronik-Szene) beschreibt dieser Florian Schneider als „netten, rheinischen Typen“, der viel erzählt. Diese Darstellung widerspricht etwas dem Bild, das die Öffentlichkeit von Schneider hatte: dem von einem unnahbaren, schweigsamen und geheimnisvollen Maschinenmenschen.

Esch gibt an, den ehemaligen Kraftwerker vor zwei Jahren noch getroffen zu haben, in einem Eiscafé, wo dieser Espresso trank und Toast aß. Auch auf Flohmärkten und beim Elektronik-Markt Conrad hätte man Schneider, der als Tüftler und Bastler bei Kraftwerk bekannt war, häufig treffen können. Zu Ralf Hütter, dem letzten verbliebenen Kraftwerk-Mitglied der erfolgreichen Vierer-Formation der 70er- und 80er-Jahre, hätte er indes seit seinem Ausstieg 2009 keinen Kontakt mehr gehabt. Die Trennung verlief zwar über Anwaltskanzleien, jedoch nicht im Streit. Hauptausstiegsgrund sei Florian Schneiders Abneigung gegen das Tourneeleben gewesen. 

Randnotiz: Vielleicht werden Kraftwerk nach dem Tod von Florian Schneider im kommenden Jahr endlich in die → Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. 

Das ungekürzte offizielle Statement der Plattenfirma Sony Music:
Kraftwerk-Co-Gründer Ralf Hütter hat die sehr traurige Nachricht übermittelt, dass sein Freund und jahrzehntelanger Weggefährte Florian Schneider leider nach kurzer Krebserkrankung wenige Tage nach seinem 73. Geburtstag verstorben ist.
Im Jahr 1968 begann die musikalische und künstlerische Zusammenarbeit von Florian Schneider und Ralf Hütter. 1970 gründeten sie ihr elektronisches Kling Klang Studio in Düsseldorf und starteten das Multi-Media Projekt Kraftwerk.
Alle wegweisenden Kraftwerk-Alben wurden dort von ihnen konzipiert und produziert: Autobahn (1974), Radio-Aktivität (1975), Trans Europa Express (1977), Die Mensch-Maschine (1978), Computerwelt (1981), Techno Pop (1986), Minimum Maximum [sic] (1991) und Tour De France (2003).
2014 wurden Ralf Hütter und Florian Schneider mit dem Grammy für ihr Lebenswerk geehrt.


Foto: Daniele Dalledonne

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